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 Hertha Koenig
 

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Zuckerkönig

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Aus "Der Zuckerkönig"

in "Der Fährenschreiber von Libau"
von Hertha Koenig:

   "Da war ich: mitten in der südrussischen Steppe. Nichts als versengtes Weidegras, soweit das Auge reichte. Der Zug schob sich langsam hindurch. Vorüber an verstreuten Herden: kleine, flinke Steppenpferde grasten da, Ochsen und Schafe....Der Zug hielt zwischen Waraschba und Charkow. Ich mußte aussteigen. Ein Wagen nahm mich in Empfang. Eine unbekannte Welt tat sich vor mir auf. »Wie weit bis Trostianez?« - »Drei-und-vierzig Werst!« - Wieder dehnte sich der Blick wie über offenem Meer. Aber nicht sonnenversengtes Steppengras nahm er wahr, oder wie im Pensa'schen wogendes Getreide. Das war schon abgeerntet. So weit man sehen konnte: gelblichgrüne Zuckerrübenblätter.
   ...Wir bogen in den Gutshof ein und hielten vor dem Herrenhaus. Ein freundlicher Herr mittleren Alters empfing mich und ging mir voraus in das Bürogebäude. Dort erklärte er mir, daß hier die Oberverwaltung des Gutsbezirkes Trostianez zusammenlaufe. Die Enttäuschung darüber, zum Gehilfen herabgestiegen zu sein, war gewichen. Wie hätte ich anders die Fülle der neuen Eindrücke bewältigen sollen! Ich mußte an das Wort meines Onkels denken: »Wie ein deutsches Fürstentum ist das dort: da herrscht eine Ordnung, die man in Rußland sonst kaum findet.« "

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Familie Koenig


Die Familie Koenig um 1900.
In der Mitte Leopold Koenig, rechts daneben Hertha Koenig und rechts hinter ihr die Eltern Carl und Julie Koenig.

 

 

 

 
     

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